Laienspielgruppe Laudenbach: "Ich glaub', hier spukt's"

Dienstag, 16. März 2010


Spannung im Spukschloss
Die Laienspielgruppe Laudenbach führte das Stück „Ich glaub hier spukt's“ auf

LAUDENBACH

Ein ganz besonderes
Stück hatte sich die
Laienspielgruppe Laudenbach für ihr
Jubiläum herausgesucht,
eine Komödie in drei Akten
von Martina Röhrich.



VON PETER PILLICH
großes Bild: 39 KB Rettungsversuch: Während der Lottogewinner Paul König im Herrenzimmer auf der Couch seinen Rausch ausschläft, versuchen die vier Geister (von links) Franziskus, Johanna, Gerard und Greta die sterbliche Susanne König (rechts) von ihrem Plan zu überzeugen, wie das Schloss gerettet werden kann.
Foto: Peter Pillich

Vier Geister, ein Spekulant, ein Lottogewinner und ein Laudenbacher Schlossbesitzer führten im alten Rathaus in Laudenbach immer wieder zu Szenenapplaus und viel Gelächter, denn geschickt versuchten die „nicht sichtbaren“ Geister mit allen Mitteln, den Verkauf „ihres“ Schlosses zu verhindern.

Begeisterung verbreiteten dabei die neun Akteure auf der Bühne, wobei Vera Müller, Karin Diel und Manuel Haun das erste Mal in Laudenbach auf den Brettern standen, die die „Welt bedeuten“. Dies merkte man speziell auch dem Spekulanten Edgar Brühler und seiner Frau Marliese Stumpf sowie dem Geist Eva Maselli an, die für ihre Mimik und Gestik immer wieder mit Szenenapplaus bedacht wurden. Geschickt wurden dabei von den Akteuren lokale Gegebenheiten in den Ablauf mit eingebaut, die bei rund 150 Besuchern sehr gut ankamen und mit viel Beifall honoriert wurden.

Vier Geister aus verschiedenen Epochen hausen zum Teil schon seit Jahrhunderten in dem alten Schloss in Laudenbach und konnten bisher immer verhindern, dass der Schlossherr Andreas von Hohenfels (Manuel Haun) das Schloss verkauft. Aber plötzlich taucht mit Wilhelm Grosser (Edgar Brühler) und seiner Frau Berta (Marliese Stumpf) ein Spekulant („Der Haifisch“) auf, der aufgrund einer CD mit Steuerdaten aus der Schweiz die besten Beziehungen zu den Genehmigungsbehörden hat. Er will das unter Denkmalschutz stehende Schloss dem Erdboden gleich machen, um auf dem Gelände für die Karlstadter High Society ein Fünf-Sterne-Hotel, einen Golfplatz und einen Hubschrauberlandeplatz zu bauen. Auch der Hafen der Masellis soll großzügig ausgebaut werden.

Aber auch die Lotto-Gewinner Paul und Susanne König (Marc Sigmund und Karin Diel) wollen das Schloss kaufen, aber ein Hotel daraus machen – und damit den Geistern „ihre Heimat“ sichern.

So verschieden die Geister auch sind, wenn es um den Erhalt ihres Schlosses geht, halten sie zusammen. Das sie den Spekulanten anscheinend vom Kauf des Schlosses nicht abhalten können, wollen sie es selbst kaufen und dazu als Strohmann die Lottogewinner nutzen.

Für die Vorstellungen am Freitag, 19. März, und Samstag, 20. März (jeweils 19.30 Uhr), sowie Sonntag, 21. März (15.30 Uhr), gibt es noch Restkarten. Reservierung möglich unter Tel. (0 93 53) 33 82 und 46 22.

„1990 haben wir unsere erste Aufführung gehabt“, erklärte der für die Regie und Organisation zuständige Karl-Heinz Stumpf. Charlotte Christelbauer und Karin Bayer sind als Souffleusen tätig. Für die Maske ist Helga Brühler zuständig. Beleuchtung und Beschallung sowie der Internetauftritt liegt in den Händen von Marc Sigmund.

Der Reinerlös wird, wie in den Vorjahren auch, für einen guten Zweck in Laudenbach gespendet.
Quelle: MAIN-POST, Ausgabe vom Dienstag, 16.03.2010



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