Laienspielgruppe Laudenbach: "Prost Mahlzeit!"

Dienstag, 26. Februar 2008


„Prost Mahlzeit!“
– es geht um die Wurst

Laienspielgruppe Laudenbach präsentierte nach einem Jahr Pause
einen Schwank in drei Akten

LAUDENBACH

„Prost Mahlzeit!“ Was für
eine Vorstellung im alten
Rathaus in Laudenbach.
Immer wieder Szenen-
applaus unterbrach das
Spiel der Laienschau-
spieler, die die Besucher
von der ersten Minute an
begeisterte. Die Akteure
auf der Bühne mussten
improvisieren, um die
Kunstpausen zu über-
spielen.



VON PETER PILLICH
großes Bild: 59 KB Voll in seinem Element ist Tierarzt Vinzenz Göbel
(auf dem Tisch), der Emma und Anton Schobert
sowie Tante Martha (rechts) praktisch vorführt,
wie Erste Hilfe aussieht.
Foto: Peter Pillich

Die neun Akteure sind bis auf Lina Stadtmüller alle alte Hasen auf der Bühne. So erinnerte Erich Stumpf als Hundenarr und Hausherr Anton Schobert in etlichen Szenen an den Karlstadter Kabarettisten Werner Hofmann. Geschickt wurden lokale Gegebenheiten in den Ablauf mit eingebaut. Neben einer Karlstadter Bestattungsfirma und der Post mit ihren „Hungerleidern“ (Briefträgern) wurden auch die Bahn, Karlstadter Ärzte mit dem Abrechnungssystem sowie einzelne Personen in Laudenbach aufs Korn genommen.

Viele Gäste haben sich zum Geburtstag des Hausherrn Schobert angesagt, wobei der Jubilar auf manchen verzichten könnte. Dazu zählt seine Schwester „Tante Martha“ (Marliese Stumpf), die einmal im Jahr nach Laudenbach kommt und daheim, nach dem Tod ihres Mannes, den großen Hof so recht und schlecht führt. Da dem Hausherrn viel an einem reichen Schwiegersohn liegt, will er an seinem Geburtstag seine Tochter Annemarie (Lina Stadtmüller) mit seinem Freund Hans Fischer (Marc Sigmund) verkuppeln, der so gar nicht der Fall seiner Tochter ist. Die hat sich schon lange in den jungen Postboten Felix Pfister (Christian Brühler) verguckt, der den Hof seiner Eltern wegen des älteren Bruders verließ und lieber Post austrägt als auf einem fremden Hof zu arbeiten. Marc Sigmund brillierte als stotternder Hans Fischer immer wieder als Stotterer, was ihm zwar eine hohe Konzentration abforderte. Ohne Lampenfieber fügte sich Lina Stadtmüller in die erfahrene Crew ein.

Eva Maselli spielte die Hausfrau und Mutter Emma Schobert, eine Frau, die nicht auf dem Mund gefallen ist. Zusammen mit der im Haushalt tätigen Rita (Simone Sigmund) brachte sie Würste auf den Tisch, die schon einige Tage alt waren. Als der Hausherr in der Zeitung las, dass an solchen Würsten eine dreiköpfige Familie in Brüssel schwer erkrankt und eine Person mit Hund gestorben war, musste Hund „Bessy“ als Versuchsobjekt dienen. Nachdem die ganze Familie gegessen hatte, „erkrankte“ die Hündin, was zu den wildesten Vermutungen führte, die erst Tierarzt Vinzenz Göbel (Edgar Brühler) und Polizist Katzenberger (Matthias Frädlich) auflösten. Die Lösung sei hier allerdings nicht verraten.

„Wir mussten das Stück erst überarbeiten“, erläuterte der für Regie und Organisation zuständige Karl-Heinz Stumpf. So fiel vergangenes Jahr die Aufführung aus. Charlotte Christelbauer und Karin Bayer sind Souffleusen. Für die Maske ist Helga Brühler zuständig. Beleuchtung und Beschallung sowie der Internetauftritt liegt in den Händen von Marc Sigmund. Der Reinerlös wird für einen guten Zweck in Laudenbach gespendet.

Für die Vorstellungen am Freitag, 7. März, und Samstag, 8. März, und 19.30 Uhr und für die letzte am Sonntag, 9. März, um 15.30 Uhr gibt es noch Karten unter Tel. (0 93 53) 3382 und 4622, online sowie per Mail karten@lailau.de
Quelle: MAIN-POST, Ausgabe vom Dienstag, 26.02.2008



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