Laienspielgruppe Laudenbach: "Emma und Emanzipa..."
Montag, 28. Februar 2005
Ehemänner allein zu Hause
Akteure der Laienspielgruppe Laudenbach ernteten reichen Beifall
LAUDENBACH
Immer wieder Szenen-
applaus bestimmte die
Premiere des Lustspiels
"Emma und Emanzipa" der
Laienspielgruppe Lauden-
bach im Rathaussaal. Auch
im 15. Jahr ihres Bestehens
konnte die Gruppe die sehr
zahlreichen Besucher
begeistern und ihre viel-
fältigen Fähigkeiten unter
Beweis stellen. Geschickt
wurden dabei auch lokale
Gegebenheiten in den
Ablauf eingebaut.
VON PETER PILLICH
|
|
|
Dicke Luft herrscht im Hause des Baugeschäftes Klammer, da sowohl der Hausherr und Firmenbesitzer Otto
(Matthias Frädrich) wie auch Ehefrau Paula (Sabrina Häcker) und Sohn Peter (Dominik Hübner) wegen des sehr
gut gehenden Geschäftes ständig unter Zeitdruck stehen.
Nicht unter Zeitdruck, aber unter dem Pantoffel steht dagegen die Nachbarin Rosa Häring (Eva Maselli),
die von ihrem Ehemann Willi (Erich Stumpf) richtig unterdrückt wird. Lediglich die allein stehende
Emanze Emma Fältig (Marliese Stumpf) scheint viel Zeit zu haben und ihre persönliche Wünsche auch umsetzen zu können.
Der ruhende Pol im Haus Klammer ist der Opa (Edgar Brühler), den niemand und nichts aus der Ruhe bringen kann.
Erst einmal auf Widerstand bei ihren Freundinnen Paula und Rosa stößt der Vorschlag von Emma,
Urlaub zu machen und für drei Wochen nach Spanien zu fahren. "Ich kann doch meine drei Männer nicht allein lassen",
beklagte sich Paula. Keine der Damen konnte sich daran erinnern, wann der letzte Urlaub war.
Viel Beifall gab es für die Aussage von Rosa: "Unsere dreitägige Hochzeitsreise 1977 führte uns zur
Kleintierzuchtausstellung nach Himmelstadt."
Aber die beiden Ehemänner sorgen dann durch ihr Verhalten doch dafür, dass sich die Freundinnen sich doch sehr
schnell für diesen Urlaub entscheiden. Das Angebot, kostenlos bei dem Freund von Emma, dem Hotelbesitzer
Enrico Pasconi (Marc Sigmund) in Las Palmas, wohnen zu dürfen, trägt dazu bestimmt bei.
Selbst Rosa kann sich das sehr günstige Flugticket leisten, da sie schon seit Jahren Hühnereier unter der Hand
verkauft und sich so einige Euro angespart hat.
Damit beginnen die Probleme für die Zurückgebliebenen. Immer nur Spiegeleier und ein Chaos im Büro bringen die
Männer dazu, sich um eine Aushilfe im Büro und in der Küche zu bemühen. Und zu allem Überfluss beschwert sich
Nachbar Willi auch noch bei seinen Freunden: "Das Wasser brennt mir immer an,
seit es hier das Thüngener Werntalwasser gibt."
Aber schon bei der Vorstellung der vom Opa per Inserat gesuchten Köchin und der vom Firmenbesitzer gesuchten
Sekretärin gibt es Schwierigkeiten. Während die Köchin Grete Schmank (Nicole Amthor) sich fragt,
wie sie im Büro kochen soll, versteht die Sekretärin Karin Schöller (Nadine Mees) nicht, was sie in der Küche soll.
Aber was für ein Zufall - Karin ist auch die Freundin von Peter.
Als sich Hotelbesitzer Pasconi bei den Ehemännern meldet, weil er dringend Geldgeber sucht,
um sein noch im Rohbau befindliches Hotel in Spanien fertig bauen zu können,
macht sich bei den Männer eine gewisse Schadenfreude breit. Wo wohnen also dann die Urlauberinnen in Spanien?
Spannend wird es im letzten Akt, als die drei Damen dann doch überraschend aus dem Urlaub in Spanien froh
gelaunt zurückkommen und dabei nur auf Unverständnis und Ablehnung bei den Männern stoßen.
Nur Sohn Peter freut sich über die Rückkehr seiner Mutter. Schnell reift bei den drei Damen der Entschluss,
wieder nach Spanien zu fliegen. Gibt es doch noch ein Happy End?
Regie bei dem Schwank in drei Akten von Erika Elisa Karg führte Karl-Heinz Stumpf, der auch für die gesamte
Organisation zuständig ist. Charlotte Christelbauer und Karin Bayer sind als Souffleusen tätig.
Für die Maske ist Helga Brühler zuständig. Beleuchtung und Beschallung sowie der Internetauftritt liegen in den
Händen von Marc Sigmund. Der Reinerlös wird, wie in den Vorjahren auch, für einen guten Zweck in Laudenbach gespendet.
Informationen über die Laienspielgruppe Laudenbach stehen im Internet unter www.lailau.de.
Weitere Aufführungen finden noch am Freitag, 4. März, und Samstag, 5. März, (jeweils 19:30 Uhr) sowie am Sonntag,
6. März, um 15:30 Uhr statt. Restkarten gibt es noch unter Tel. 0 93 53/33 82 oder 46 22 (ab 16 Uhr)
sowie per E-Mail (karten@lailau.de).
|
|
Quelle: MAIN-POST, Ausgabe vom Montag, 28.02.2005
|
|
|
|
|