Laienspielgruppe Laudenbach: "Quartett im Doppelbett"
Dienstag, 20. März 2001
Publikum hatte beim "Quartett im Doppelbett" viel zu lachen
Zwei Damen gleichzeitig
bei Max gelandet
LAUDENBACH
Die Laudenbacher
Laienspielgruppe
bringt amüsante Ver-
wicklungen auf die
Bühne.
VON FRANK HASENSTAB
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Das hat er nun davon, der Max
Hansen. Bei mehreren Freundinnen
hätte er darauf achten sollen,
dass die wenigstens geregelte Arbeitszeiten haben.
Bei Max' Vorliebe für Stewardessen
ist es nicht verwunderlich, wenn eines Tages
Biggi und Steffi, die nichts voneinander wissen,
unverhofft zur gleichen Zeit bei ihm aufkreuzen.
Doch das ist nicht Max' einziger Bluff.
Als Schriftsteller lässt er sich von seiner
Familie aushalten, lässt es sich gut gehen.
Putzfrau. Schöne Wohnung. Nur mit dem Schreiben
hat er es nicht so eilig.
Im Laudenbacher Rathaus zeigt
die Laienspielgruppe Laudenbach
das Lustspiel "Quartett im Doppelbett".
Gegen Ende des ersten Aktes scheinen sich
fast sämtliche angedeuteten Verwicklungen
um Max (Marc Sigmund) bereits angebahnt zu haben.
Aber die lassen sich alle noch mehr verwickeln.
Freundinnen, Geliebte, Gönnerinnen (Sabrina Häcker,
Julia Sandrock, Andrea Nötscher) werden zu Schwestern,
Cousinen, Ehefrauen und Sozialarbeiterinnen.
Dessen sind sie sich auch teilweise bewusst.
Da braucht es einen guten Freund
wie Werner Baldauf (Dominik Hübner),
der in der Wohnung die Logistik übernimmt und
den größten Schlamassel abwendet.
Dabei hat er eigentlich selbst genung Ärger mit seiner
Langzeitverlobten (Nadine Mees) am Hals.
Max' Familie hat ihm die Unterstützung gestrichen.
Mutter und Bruder (Eva Maselli, Matthias Frädrich)
kommen ausgerechnet jetzt angereist, um des
Miterben Lebenswandel zu Prüfen.
Vor allem Marliese Stumpf und Edgar Brühler
brillieren als Putzfrau Berta Brösel und
Hausmeister Gustav Miesmann im "Quartett im Doppelbett".
Sie führen in die Handlung ein, gliedern und stützen
sie mit überzeugend komischem Spiel und spontanen Einlagen.
Aber zum Beispiel auch Marc Sigmund versteht es, den sympathischen
Lebenskünstler zu geben, dem niemand so
richtig böse sein kann.
Die über 140 Zuschauer hatten
viel zu lachen, zeigten sich zufrieden,
spendeten reichlich Applaus.
Das Stück ist, wenn auch nicht immer ganz
schlüssig, ein amüsantes Verwechslungsspiel
mit Charakteren, die man einfach mögen muss.
Hoffentlich entfaltet Berta Brösels Pfefferminzlikör, den
es in den Pausen gibt, nicht die gleiche Wirkung wie im Stück.
Sonst könnte es bei den Zuschauern zu Hause ähnlich
turbulent zugehen.
Seit 1990 gibt es von der Laudenbacher Laienspielgruppe
jährlich eine Komödie zu sehen.
"Das Quartett im Doppelbett" unter der Regie von Karl-Heinz Stumpf
wird noch am 23. und 24. März jeweils um 19.30 Uhr aufgeführt und
am 25. März um 15.30 Uhr. Allerdings sind nur noch für den Freitag,
23. März ein paar Karten übrig,
unter (0 93 53) 33 82 oder nach 16 Uhr 46 22.
Generell ist die Bestellung auch online möglich unter www.lailau.de.
Hier finden sich unter anderem auch die vergangenen Stücke in Text und Bild.
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Quelle: MAIN-POST, Ausgabe vom Dienstag, 20.03.2001
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Mittwoch, 21. März 2001
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Donnerstag, 22. März 2001
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Eine pfiffige Idee ist es schon,
Plätze mit Hilfe von Abreißkalen-
derblättern zu nummerieren - so
geschehen beim Theaterstück der
Laudenbacher Laienspielgruppe.
Zu Verwirrungen kann es aller-
dings kommen, wenn sich die Zu-
schauer die aufgeklebten Zettel zu
genau anschauen. Da steht dann
zum Beispiel beim 6. November
der Name Christine. Auf dem
Kalender ist alles klar, da ist's der
Namenstag. Aber auf dem Sitz-
platz? Nummer 6 - stimmt, steht
auf meiner Karte, aber wieso soll
da eine Christine sitzen? Schatz,
wer ist bitte Christine?
Aber das Laudenbacher Publikum
blickt da schon durch. Und wer
sich am vergangenen Sonntag auf
den 6. November setzte, war auch
eindeutig keine Christine.
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Laudenbach, Klappe, die
Zweite:
Die Laudenbacher spielen
nun wirklich nicht schlecht
Theater. Aber die Geschmä-
cker sind halt verschieden.
Ein Zuschauer fand das aktu-
elle Stück offenbar so richtig
zum ... Hinausgehen. Das hat
er aber leider nicht mehr ganz
geschafft. Sein Kommentar in
so flüssigem Stil kam ihm
doch noch im Zuschauerraum
über die Lippen. Und das
gleich beim ersten Akt. Etwas
mehr Geduld! Die anderen
Zuschauer luden zwar in den
Pausen schon mal Käse- und
Schinkenstangen, falls es doch
nötig wurde, eine Lanze oder
Stange oder so für besseres
Theater zu brechen. Aber es
gefiel ihnen anscheinend
recht gut, denn sie behielten
ihre Kritik bei sich.
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Quelle: MAIN-POST, Ausgabe
vom Mittwoch, 21.03.2001
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Quelle: MAIN-POST, Ausgabe
vom Donnerstag, 22.03.2001
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